Die Gärten der Mühlgasse
Titelbild zu Die Gärten der Mühlgasse

Vorname

Sabine

Nachname

Oppolzer

Deine Idee in deinen Worten

Die Gärten der Mühlgasse
als Fußgängerzone
„Die Mühlgasse kann nur schöner werden“ Franz Zettl, Direktor am Musikkonservatorium
„Eine Begrünung würde unser Palais als Architekturjuwel besser zur Geltung bringen“ Ernest Bittner, der neue Betreiber des Palais Ehrbar in der Mühlgasse.
„Wir brauchen keine Parkplätze in der Mühlgasse. Ich finde das Begrünungsprojekt großartig“ Christine Wegscheider, Eigentümerin des Szenefriseursalons in der Mühlgasse.
Was spricht dafür?
- 1000 Quadratmeter Lebensraum und Luft zum Atmen mitten in der Stadt!
- Nichtkommerzieller öffentlicher Raum als Erholungsraum auch für Menschen, die keine Dachterrassen besitzen. Vor allem junge Menschen wollen mehr grün.
- Entsiegelung der Asphaltflächen und Einsickern des Regenwassers als wichtiger Beitrag zum besseren Klima in der Stadt
- 2019 gab es laut Ages 766 Hitzetote in Österreich– die Zahlen steigen dramatisch. 2003 bis 2013 waren es durchschnittlich ‚nur‘ etwa 240 Menschen, die an der Hitze starben
- Die Gehsteige der Mühlgasse entsprechen nicht den Vorschriften – sie sind maximal 1 Meter breit. Selbst wenn man wollte, könnte man hier nicht ohne Körperkontakt aneinander vorbei kommen oder gar die Corona-Abstandsregeln einhalten. Daher nutzen die Menschen die Gasse bereits jetzt wie eine Fußgängerzone.
- Die Zufahrt zu den Häusern für Anrainer bleibt erhalten
- Der Fahrradverkehr in einer Fußgängerzone ist erlaubt
- Die Ladezone vor dem Reifengeschäft, die für die ganze Gasse gilt, bleibt erhalten
- Das Architekturjuwel Palais Ehrbar könnte den 4. Bezirk eine sichtbare Attraktion verschaffen. Im von Julius Schrittwieser 1877 errichteten zweigeschossigen Ehrbar-Saal konzertierten u.a. Johannes Brahms, Anton Bruckner, Arnold Schönberg Gustav Mahler!
- „Die Gärten der Mühlgasse“ sind ein innovatives Vorzeigeprojekt für die Stadt Wien in Sachen Ökologie und Kosten – eventuell sogar ein Kunstprojekt
Was spricht dagegen?
- Dafür gibt es viele Argumente – dagegen nur ein einziges: „Schade um die Parkplätze“
- In der Mühlgasse wohnen etwa 500 Menschen. Es gibt nur 42 Autoabstellplätze. Das heißt, nicht einmal 10% der Anrainer könnten rein theoretisch die Parkplätze nutzen, wenn sie ständig frei wären.
- Hingegen drängen sich 90% der AnrainerInnen auf den viel zu schmalen Gehsteigen. Ist das demokratisch?
- In der Garage am Kühnplatz sind ständig Stellplätze frei.
- Tatsächlich werden nur 25% aller Wege in Wien mit dem Auto zurückgelegt
- PKW sind Stehzeuge: sie stehen durchschnittlich 23 Stunden und dienen nur etwa 1 Stunde pro Tag der Beförderung
Warum sind die „Gärten der Mühlgasse“ sowohl in ökologischer als auch in kostentechnischer Hinsicht innovativ?
1) Es gibt eine klare Entscheidung zu mehr Grün in der Straße, im Zuge der Renaturierung wird der Asphalt auf ein absolut nötiges Minimum reduziert. Die Grünflächen werden entsiegelt und können so das Regenwasser aufnehmen und positiv auf das Klima einwirken.
2) Es wird außer Grünpflanzen nichts hinzugefügt, es wird nur Asphalt entfernt. Ein neuer, aufwändiger Straßenbelag ist nicht notwendig. Ein paar Randsteine für die Beete genügen. Diese klimafreundliche „Renaturierung“ der Straße kostet einen Bruchteil der meist sehr kostspieleigen neuen Straßenbeläge – wie die Kostenschätzung eines Fachmannes belegt. Die auf etwa 50cm aufgeschüttete Erde gewährt den Pflanzen Lebensraum - die eingebauten Leitungen stören so weniger.

Umsetzungsort

1040 Mühlgasse zwischen Preßgasse und Schikanedergasse

Was ist nötig, um deine Idee umzusetzen?

Dieser Gassenabschnitt ist laut dem zuständigen Referenten der MA 46 für den öffentlichen Verkehr nicht notwendig. Daher wäre es leicht, ihn in eine Grün und Erholungsoase umzuwandeln. Autoabstelplätze gibt es in der Nähe in der Garage am Kühnplatz.
Notwendig wäre: Asphaltentfernung, Aufschütten von Erde, Baum und Buschpflanzungen.

Welche Betreuung wird nach der Umsetzung nötig sein?

Bäume sind Schattenspender und die Entsigelung verbessert das Klima, das Gießen der Bäume würde langfristig natürlich erfolgen. Daher wäre keine langfristige Betreuung notwendig.

Kann man deine Idee auch anderswo umsetzen?

Das Projekt Mühlgasse könnte ein Vorzeigeprojekt für viele andere Gassen werden. Das ganze Viertel ist von der Bezirksvorstehung als eine Art verkehrsfreier Superblock geplant.

Was erhoffst du dir von der Umsetzung deiner Idee?

Mehr Erholungsraum, nichtkommerzielle Grünfläche, Grünraum auch für Menschen, die keine Dachterrasse besitzen, Auslauf für Kinder, Kommunikationsraum für alle Altersklassen. Wir haben schon zusammen mit dem Betrreiber des Ehrbaar Saales (architektonisches Kleinod der Jahrhundertwende) über ein kulturelles Konzept gesprochen, mit dem wir die Gasse kulturell bespielen könnten.



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